Leit- und Orientierungssystem|SanFar Property

Design Concept

Das Leit- und Orientierungssystem für die Wohnbauprojekte von SanFar Property (SanFar Construction) stammt von Hand-Heart Design Firm. Es umfasst Schilder für die Gemeinschaftsflächen, die Beschilderung von Aufzügen und Geschossen sowie die Fahrwegführung und das Farbkonzept der Tiefgarage. Das System ist so angelegt, dass mehrere Bauprojekte es gemeinsam nutzen. Leitidee ist „Der fließende Klang“, umgesetzt mit geschichtetem, glasiertem Glas und Farben, die von Geschoss zu Geschoss wechseln.

Welche Aufgaben muss das Leitsystem für die Wohnbauprojekte von SanFar lösen?

Das Leitsystem für die Wohnbauprojekte von SanFar muss drei Dinge leisten: Es muss für mehrere Projekte gemeinsam funktionieren, durch die Tiefgarage führen und die Gemeinschaftsflächen erkennbar machen.

  • Dasselbe Regelwerk gilt für mehrere Bauprojekte; Materialien, etwa für die 3D-Buchstaben der Gebäudebezeichnung, sowie Gesamtlänge und -breite der Stellplätze müssen an das jeweilige Projekt angepasst werden.
  • In der Tiefgarage gibt es abgehängte Schilder über den Fahrspuren und Ampeln an den Fahrwegen; jedes Untergeschoss von B1 bis B7 hat eine eigene Geschossfarbe.
  • Für Gemeinschaftsflächen wie Fitnessraum, Festsaal, Musikzimmer, Gemeinschaftsküche und Eltern-Kind-Raum gibt es zusätzlich einen eigenen Satz Piktogramme.

Von welchem Konzept geht das Leitsystem von SanFar aus?

Der fließende Klang: wo Musik und Kultur zusammentreffen

Im Alltag der Stadt fließt Musik wie Wasser – unsichtbar, aber ohne Unterbrechung – und verbindet Kultur, Raum und die Erinnerungen der Menschen. Aus diesem Bild heraus haben wir „Musik“ und „Wasser“ zur gestalterischen Sprache des Leit- und Orientierungssystems gemacht. Sie stehen für den fortwährenden Austausch, die Verbindung und die Weitergabe von Kultur in der Stadt und greifen zugleich die Idee des sicheren, sorgenfreien Wohnens auf, für die SanFar eintritt. So ist der Raum nicht nur Wohnort, sondern ein Lebensumfeld, das Kultur und Gefühl trägt.

Der erste Entwurf vom 7. März 2024 entwickelte aus den vier Markenbegriffen Musik, Kultur, Geborgenheit und Nachhaltigkeit drei Richtungen: A „Musik als Resonanz in der Architektur“, B „Musik und Architektur verweben sich und erhellen die Spuren des Lebens“ und C „Der fließende Klang: wo Musik und Kultur zusammentreffen“. Der Feinentwurf vom 4. Juni 2024 behielt nur Richtung C, „Der fließende Klang“, bei. Er fasste zusammen, was Musik und Wasser gemeinsam haben – Fließen, Schwingen, Wandelbarkeit, Aufnehmen und Verschmelzen –, und machte daraus ein gestalterisches Vokabular.

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Glas als Ausdruck von Fluss und Resonanz

Der Entwurf nutzt die Transparenz und die vielschichtige Materialität von Glas, um Musik, Kultur und den Ursprung des Lebens miteinander zu verbinden. Durch übereinandergelegte Glasschichten, gebrochenes Licht und wechselnde Schatten entsteht das Bild ineinandergreifender Wasser- und Schallwellen. Die Schilder weisen nicht nur den Weg, sie werden Teil des Bauwerks und tragen die Lebendigkeit einer fließenden Kultur weiter.

Welche Schildtypen gehören zum Leitsystem von SanFar?

Das gesamte System gliedert sich nach Standort und Zweck in elf Typen, A bis K: freistehende Schilder an der Tiefgarageneinfahrt, abgehängte Richtungsschilder über den Fahrspuren, Wandschilder in den öffentlichen Bereichen, seitlich auskragende Schilder an den Aufzügen, Wandschilder in den Betriebs- und Nebenräumen, 3D-Buchstaben für die Geschosse, 3D-Buchstaben für die Gebäudebezeichnung, Stützenbeschilderung, zwei Arten von Wandleitelementen und Ampeln an den Fahrwegen. Für die Gemeinschaftsflächen wurde außerdem ein Satz Piktogramme gestaltet, unter anderem für Fitnessraum, Festsaal, Musikzimmer, Karaokeraum (KTV), Gemeinschaftsküche, Eltern-Kind-Raum, Lesebereich und Kinderspielzimmer.

Die Glasschilder bestehen aus zwei 5 mm starken Grauglasscheiben, die jeweils im Digitaldruck glasiert und anschließend miteinander laminiert werden; die glasierten Seiten liegen innen in der Verbundschicht. Gehalten werden sie von schwarzen Metallbeschlägen mit integrierten warmweißen Lichtleisten.

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Eine räumliche Melodie aus Farbe

Das Farbkonzept geht von der wahrnehmbaren Verbindung zwischen Klang und Farbe aus. Auf Grundlage der Farbsynästhesie erhält jedes Geschoss eine eigenständige, rhythmische Farbidentität. Wer sich durch das Gebäude bewegt, erlebt die Farben wie Töne, die sich nacheinander entfalten – eine räumliche Melodie aus Sehen und Empfinden. Das verbessert die Erkennbarkeit im Leitsystem und bereichert zugleich das gesamte Umfeld.

Wie wurden die Farben der einzelnen Geschosse festgelegt?

Das Farbkonzept nutzt die Idee der Synästhesie, nach der unterschiedliche Töne als unterschiedliche Farben empfunden werden: Jedem Untergeschoss von B1 bis B7 sind ein Ton (C, D, E, F, G, A, H) und eine Farbe zugeordnet. Die Sättigung ist auf die Umgebung abgestimmt und leicht zurückgenommen, damit die Farben Orientierung geben, ohne den visuellen Eindruck des Raums zu stören. Als Schriften sind für Chinesisch die Arphic-Schrift Fang Xin Shu und für lateinische Zeichen Roboto festgelegt. Bei Hinweisen in eine Richtung steht der Text zentriert, bei Hinweisen in zwei Richtungen links- beziehungsweise rechtsbündig.

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Vom Test bis zur Umsetzung: Jeder Arbeitsschritt dient dem Erlebnis

Damit das Gestaltungskonzept vor Ort vollständig aufgeht, haben wir zahlreiche Materialmuster angefertigt und im Gebäude getestet. Dabei prüften wir, wie sich Glasart, Glasurdichte, Brenntemperatur und Schichtung auf Licht, Farbe und Lesbarkeit auswirken. Am Ende steht ein tragfähiges Gleichgewicht zwischen visueller Wirkung, Markenqualität und der Funktion des Leitsystems: Jedes Schild überzeugt gestalterisch und in der Nutzung.

Wie lässt sich ein Leitsystem auf verschiedene Bauprojekte übertragen?

Der Feinentwurf wurde zu einem Regelwerk zusammengefasst. Zu den Montageempfehlungen gehört, dass die Unterkante der abgehängten Schilder über den Fahrspuren mindestens 215 cm über dem Boden liegt, dass Schilder in öffentlichen Bereichen vorzugsweise links neben der Tür angebracht werden und dass die 3D-Geschossbuchstaben an der gegenüberliegenden Wand mittig zwischen den beiden Aufzügen sitzen. Materialien, etwa für die 3D-Buchstaben der Gebäudebezeichnung, richten sich nach der Fassadengestaltung des jeweiligen Projekts, Gesamtlänge und -breite der Stellplätze nach dessen Stellplatzmaßen. Das Regelwerk reicht bis zur Gestaltung von Stellplätzen und Anfahrschutz und verzeichnet für jedes Projekt die Schildstandorte in der Tiefgarage. Diese Vorgaben verstehen sich als Richtwerte: Je nach Informationsinhalt und Situation vor Ort werden sie leicht angepasst, und bei der Montage ist die Lage vor Ort erneut zu prüfen.

Welche Überlegungen stehen hinter Geschossfarben und gemeinsamem Regelwerk?

Bei den Geschossfarben von SanFar ging es darum, Orientierung zu geben, ohne den Raum ästhetisch zu stören; das Regelwerk legt fest, wie vor Ort angepasst und wie Text gesetzt wird.

  • Die Geschossfarben sind auf die Umgebung abgestimmt und in der Sättigung leicht zurückgenommen; laut Entwurf sollen sie Orientierung geben, ohne die visuelle Ästhetik zu beeinträchtigen.
  • Die im Regelwerk beschriebenen Lösungen sind Richtwerte und lassen sich je nach Informationsinhalt und Lage vor Ort leicht anpassen; bei der Montage wird die Situation vor Ort erneut geprüft.
  • Materialien, etwa für die 3D-Buchstaben der Gebäudebezeichnung, folgen der Fassadengestaltung des jeweiligen Projekts, Gesamtlänge und -breite der Stellplätze dessen Stellplatzmaßen.
  • Der Textsatz richtet sich nach der Richtung des Hinweises: Bei Hinweisen in eine Richtung steht der Text zentriert, bei Hinweisen in zwei Richtungen links- beziehungsweise rechtsbündig.

Für welche Bauprojekte eignet sich dieses Beispiel?

Wenn Sie ein Regelwerk für mehrere Projekte nutzen, Geschosse unterscheidbar machen oder Gemeinschaftsflächen beschildern möchten, können Sie sich an diesem Projekt orientieren.

  • Wenn Sie mehrere Bauprojekte betreuen, können Sie sich ansehen, wie das Regelwerk Materialien und Stellplatzmaße für jedes Projekt anpassbar hält.
  • Wenn Ihre Tiefgarage viele Ebenen hat, bietet sich die Zuordnung einer eigenen Farbe zu jedem Geschoss als Vorbild an.
  • Wenn Ihr Gebäude viele verschiedene Gemeinschaftsflächen hat, lohnt ein Blick auf den durchgängig gestalteten Satz Piktogramme.

Sinnvoll ist diese Reihenfolge: zuerst die Schildtypen ansehen, dann Geschossfarben und Montageempfehlungen.

Wie ein Leit- und Orientierungssystem von der Planung über die Gestaltung bis zur Ausführung entsteht, beschreiben wir auf der Seite Leit- und Orientierungssystem.

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